Kunst am Friedhof

Rahmen
Ein 3 x 3 m - Quadrat aus schwarzem Rechteckrohr rahmt den Friedhofseingang ein. Wie mit dem Stift in die Landschaft gezeichnet. Das Innen wird deutlicher und farbiger als das Außen. Ein vorsichtiger Landschaftseingriff, der den Ort selbst nicht verändert. Eine materiell - sinnliche Intervention, die darauf vertraut, dass in der Begegnung mit Kunst etwas sich verändert.

Übergang
Der Rahmen betont die Schwelle. Man wird aufmerksam auf den Ort der Öffnung in der Umgrenzung. Was ist das hier für eine Grenze? Zwischen wem und wem? Von wo nach wo gehe ich hier?

Grenzen
Betrachter und Bild, Bild und Rahmen, Schein und Wirklichkeit, außen und Innen, die Lebenden und die Toten, "Kranke" und "Gesunde", "Verrückte/Behinderte" und "Normale", Überlebende und Opfer, die die dazugehören und die, die nicht dazugehören, Ordnung und Störung, Vernunft - und alles Irrationale, Emotionale, Ambivalente, Leidende, Fremde, Wilde, Unkontrollierbare.
Das Anliegen der Arbeit ist es, an diesem beschädigten Ort etwas zu schaffen, das zu seiner Heilung beitragen kann.

Realisierung
Konzept: Astrid Raimann, Bildhauerin aus Köln, aufgewachsen in Marsberg
in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der Westfälischen Kinder- und Jugendklinik und der Sparkasse Paderborn.